Die ersten Tage hier

Ich bin jetzt inzwischen schon ein bisschen mehr als eine Woche hier in der Gastfamilie. Es gefällt mir immer noch total gut und ich bin echt glücklich hier.
Bisher hab ich allerdings noch nicht soo viel gemacht, weil die Schule für mich noch nicht angefangen hat. Also war ich vormittags unter der Woche meistens alleine zuhause, weil die Eltern arbeiten und die Kinder in der Schule waren. Das war aber nicht schlimm. Ich hatte genug Zeit um meine ganzen Sachen auszupacken und mit allen möglichen Leuten zuhause zu skypen 🙂

Nachmittags war ich ein paar mal bei Gabbys Fußballtraining zugucken. Die Familie ist wirklich besessen von Fußball und sie planen alle ihre Ausflüge und Wochenenden nach den Trainingsplänen der Mädchen 😀 Aber das ist ziemlich cool eigentlich, weil man dadurch echt rumkommt im ganzen Land. Nächstes Wochenende fahren wir nach Jackson, Tennessee weil die kleinere da ein Turnier hat und das Wochenende drauf fahren wir vielleicht nach Missouri. Ist aber noch nicht sicher.

Ansonsten sind hier immer noch so alle möglichen kirchlichen Aktivitäten. Sonntags gehen wir immer in die Kirche. Aber das ist eigentlich ganz lustig. Von außen sieht es nicht aus wie eine Kirche, eher wie eine Mall (ich glaube es ist auch eine Mall und die haben da nur einen Raum gekauft) und innen ist es halt auch eher so modern, mit einer Bühne und natürlich Klimaanlage und Ventilatoren (so wie hier überall). Alle Leute in der Kirche kennen sich untereinander und sind befreundet glaub ich. Das sind auch nicht viele, vielleicht so 20-30. Und dann singen wir immer erst, wobei vorne auf der Bühne welche Klavier spielen und E-Gitarre und sowas und über denen ist eine Leinwand auf die die Songtexte mit einem Beamer gestrahlt werden. Da fehlt echt nur noch eine Diskokugel 😛
Und sonst ist Sonntag nachmittag immer Youth Group bei uns zuhause. Da kommen die ganzen Kinder aus der Kirche (das sind echt viele, bestimmt 10 oder so) und dann schwimmen wir im Pool oder sitzen und machen Hausaufgaben (also die, nicht ich :D). Manchmal gibt es auch Kuchen oder sowas. Also es ist echt immer lustig.
Und Mittwochs haben die immer Homegroup. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was der Sinn davon ist, aber ich glaube es geht nur darum die Leute zu treffen. Da gehen dann jedenfalls alle zu einer Familie nachhause und sitzen zusammen und erzählen, während die Kinder oben sind oder draußen und spielen oder Fernsehn gucken oder sowas. Ich hätte nicht gedacht dass das cool ist, aber es macht echt Spaß und die Leute sind total nett. Die Kinder sind jetzt auch nicht irgendwie komisch oder so, das sind auch ganz normale Teenager und ich glaube sie wären auch Sonntagmorgens manchmal lieber irgendwo anders 😛 Die bringen sogar ihr McDonalds essen mit in die Kirche.

Das Essen generell ist hier aber echt ungesund. Es gibt wirklich viel Fast Food und fettiges Essen. Letztens zum Beispiel war ich mit Gabby und ihrer besten Freundin in einem Fast Food Restaurant frühstücken! Es ist dann halt auch ziemlich unmöglich irgendwas anderes zu essen, weil es nur das gibt. Zuhause kochen wir manchmal auch und essen dann zusammen am Tisch (dann beten wir immer davor), aber oft essen wir auch einfach nur vor dem Fernseher.
Gestern waren wir mit allen Leuten von der Kirche nach dem Gottesdienst Burritos essen. Das ist alles immer richtig cool und witzig, aber es macht echt fett. Vorallem weil ich bisher ja auch hier gar nichts an Sport und sonst was mache, weil die Schule noch nicht angefangen hat für mich.

Hm ja ansonsten war hier wie gesagt noch nicht so viel los. ich war einmal mit einem anderen deutschen Austauschschüler der bei den Nachbarn lebt in der Mall und einmal mit einem Mädchen von der Kirche unterwegs.
Ich freu mich echt schon wenn ich morgen endlich in die Schule gehen kann. Dann finde ich hoffentlich mehr Freunde und hab dann immer was zu tun 😀

Ja aber ich liebe es hier echt. Es ist auch immer noch total warm draußen, obwohl man davon nicht so viel mitkriegt weil es hier wirklich ÜBERALL air condition gibt. Also ist mir hier eher immer kalt 😛
Es gibt hier auch keine öffentlichen Verkehrsmittel und nichts, das heißt man ist wirklich auf ein Auto angewiesen und man braucht immer jemanden der einen irgendwo hinfährt. Manche Straßen haben hier nicht mal Bürgersteige, das heißt laufen oder Fahrradfahren ist hier nicht.
Aber an das alles werde ich mich schon noch gewöhnen. 🙂

Naja, jetzt muss ich gleich los in die Schule wegen Anmeldung und Kurse wählen und so. Ich werd dann wahrscheinlich irgendwann im Laufe der Woche nochmal schreiben wie Schule ist und so.

Bis dann,
Sophia

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